Urstoffe

Verschiedene Philosophen stellten verschiedene Urstoffe in den Mittelpunkt:

Philosoph beschäftigt sich mit dem Element
Thales von Milet
(625 - 545 v. Chr.)
 Wasser
Anaximander
(611 - 545 v. Chr.)
 Luft
Heraklit
(536 - 470 v. Chr.)   
 Feuer
Empedokles
(490 - 430 v. Chr.)
 Feuer, Wasser. Luft und Erde
Anaxagores
(500 - 428 v. Chr.) 
Homöomerien (gleichartige, qualitativ fest bestimmte  Teilchen der Urstoffe) als kleinste Bestandteile der Stoffe
Demokrit
(460 - 360 v. Chr.)
Atome als letzte unteilbare Bestandteile

Thales wird auch der "Vater der Philosophie" genannt. Er suchte, wie die meisten seiner Zeitgenossen, nach den Urgründen. Sie lägen im Materiellen und machten das eigentliche Wesen aus. Aus dem Wasser entstehen sie und zum Wasser würden sie wieder zurückkehren. Thales erklärt auch, der Magnet habe eine Seele, also Leben, weil er eisen anzieht.

Anaximander betrachtet die Luft als den unendlichen, unerschöpflichen Vorrat, aus dem sich alles Werden speist. Sie ist etwas Göttliches und Unsterbliches. Aus der Luft bildeten sich Gegensätze, warm und kalt, feucht und trocken. Aus dem Feuchten sind die Lebewesen entstanden. Auch der Mensch sei aus primitiven Formen entstanden. So glaubte er, dass die unmittelbaren Vorfahren des Menschen Fische waren.

Heraklit sieht im Feuer nicht einen besonderen körperlichen Urstoff, sondern das Symbol für die ewige Unruhe des Werdens. Deshalb findet man ihn auch als einen Philosophen, der besondere Wirkungsprinzipien vertritt.

Empedokles' vier Ursubstanzen münden in den Gedanken, dass wir immer Gleiches durch Gleiches erkennen. Mit der Substanz Erde erkennen wir die Erde, mit Wasser das Wasser, mit Luft die göttliche Luft und mit Feuer das vernichtende Feuer. Gleichzeitig kennt er die zwei Urkräfte Liebe und Hass, wodurch die Urstoffe in Bewegung geraten.

Anaxagoras' Ausgangspunkt sind die Homöomerien als kleinste Bestandteile. Sie sind wesensgleich mit dem fertigen Produkt. Jedes Produkt besteht also aus anderen Homöomerien, die sozusagen die Keimanlagen sind. Sie sind ewig, unzerstörbar und unveränderlich. Denk- und Willensmacht ist für Anaxagoras der Geist. In ihm liegt der Ursprung der Bewegung im All. Er stellt Ordnung her.

Demokrit vertritt die Ansicht, dass alles aus Atomen von gleicher Art besteht. Allerdings haben sie unterschiedliche Form und Größe. Die Dinge unterscheiden sich nur in der Sinneswahrnehmung jedes einzelnen. Auch bei Demokrit tritt die Bewegung hinzu, die durch Druck und Stoß entsteht.

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