Kritische Theorie

Die kritische Theorie wurde 1947 aufgestellt von Horkheimer und Adorno. Sie versuchen, die Problematik unseres wissenschaftlich-technischen Zeitalters in einem allgemeinen geschichtlichen und gesellschaftskritischen Zusammenhang darzustellen.

Die Kritische Theorie ist eine Positivismus-Kritik ("positive Wissenschaft"):
Wissenschaft, insbesondere die Logik, lehrt "Immer-gleich-Gültiges" und hemmt so die Geschichte in ihrem Emanzipationsprozess. Die Wissenschaft wird immer mächtiger und führt zugleich zur Entfremdung. Die Technik zielt auf Methoden, Ausnützung der Arbeit anderer und Kapital. In diesem Sinn besteht auch Adornos "Negative Dialektik" (1966)., Sie verneint die Möglichkeit, wirkliche Widersprüche durch Denken zu lösen.

Für H. Marcuse ist wissenschaftlicher Fortschritt Voraussetzung für Humanität und zugleich deren Verhinderung. Durch Natur- und Sozialwissenschaften wird "eindimensionales Denken" gefördert: Keine transzendente Elemente der Vernunft, sondern totalitäre Logik und technische Rationalität. Das führt zur Zerstörung der Grundlagen der Demokratie.

 

Habermas Modell:

Habermas entwickelt eine Theorie der Erkenntnisinteressen, die die Wissenschaften nach diesen Interessen einteilt:

Theorie der kommunikativen Kompetenz:

Die Philosophie soll die Idealfaktoren (Verständlichkeit, Wahrheit, Richtigkeit, Wahrhaftigkeit), die die apriorische Bedingung für Handeln und Sprechen sind, mehr und mehr realisieren. Das führt zu einer emanzipatorischen Vernunft, die die gesellschaftlichen Zwänge lockert und in eine menschenwürdigen Gesellschaft mündet.

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